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Was ist Gerechtigkeitsmanagement (nicht)?

Seit einiger Zeit wird in vielen Organisationen eine Wertediskussion geführt. Hierbei fallen Begriffe, wie z.B. "Ethikmanagement" oder "Corporate Social Responsibility". Dabei geht es letztlich um eine philosophische Frage: Wie soll sich der gute Unternehmer / die gute Unternehmerin moralisch verantwortungsvoll verhalten? Dies sind berechtigte Fragen, aber darum geht es hier nicht!

Es geht für Sie im Rahmen des Gerechtigkeitsmanagements um Folgendes:

  • Was erwarten meine Mitarbeiter/-innen konkret von mir als faire Führungskraft oder gerechter Unternehmer/-in?
  • Was für konkrete Konsequenzen hat die Beurteilung meines Führungsstils oder meiner Unternehmenspolitik als (un)gerecht auf meine Mitarbeiter/-innen?
  • Was für konkrete und bewährte Maßnahmen erhalte ich durch das Gerechtigkeitsmanagement, um meinen Führungsstil oder meine Unternehmenspolitik zu optimieren?

All dies sind keine Beispiele für philosophische Diskussionen, sondern klare empirische Fragen, zu denen die Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen in Betrieben vorliegen.

Was nützt mir denn das Gerechtigkeitsmanagement?

Wie stark Ihre Mitarbeiter/-innen Ihren Führungsstil und Ihre Unternehmenspolitik als fair und gerecht wahrnehmen, wirkt sich u.a. auf

  • Mitarbeitermotivation,
  • Arbeitszufriedenheit,
  • Vertrauen in die Unternehmensfühung und
  • Arbeitsleistung aus.


Wo spielt Gerechtigkeitsmanagement denn ein bedeutsame Rolle in meinem Unternehmen?

Menschen achten (und reagieren!) in allen Lebensbereichen sehr stark darauf, ob mit ihnen fair umgegangen wird oder nicht. Für Ihre Organisationen wirkt sich die empfundene Fairness z.B. bei
  • Beförderungen,
  • Entlassungen und Nicht-Entfristung von Arbeitsverträgen,
  • betrieblichen Veränderungsprozessen / Change Management sowie der
  • Gestaltung der innerbetrieblichen Informationspolitik aus.
Genauso wichtig wie die unternehmerischen Enscheidungen in solchen Situationen ist jedoch das tagtägliche Führungsverhalten. Im direkten Umgang zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter/-innen entscheidet sich oftmals das Ausmaß der Arbeitsmotivatation und des Vertrauens in die Unternehmensführung.

Aber ich bin doch gerecht!

Es geht nicht (nur) darum, dass Sie sich gerecht verhalten, sondern dass dies auch in ausreichendem Maße von den Mitarbeitern/-innen erkannt wird. Genau dies ist aber ein Kernproblem in vielen Betrieben. Mitarbeiter/-innen nehmen oftmals unternehmerische Entscheidungen als egoistisch und unfair war, obwohl Sie als Führungskraft oder Unternehmer/-in überzeugt sind, dass die Gründe für die Entscheidungen klar dargestellt wurden. Deshalb geht es hier nicht nur darum, Ihnen Techniken des Gerechtigkeitsmanagements zu vermitteln, sondern auch um eine Verbesserung Ihrer spezifischen Kommunikationsstärke.